Rath/Heumar liegt am östlichen Stadtrand von Köln, direkt am Königsforst. Ein Porträt des Stadtteils.
Am Rand der Stadt, am Rand des Waldes
Rath/Heumar ist ein Stadtteil im Kölner Stadtbezirk Kalk. Im Osten grenzen der Königsforst und die Nachbarstädte Rösrath und Bergisch Gladbach an, im Norden Brück, im Nordwesten Neubrück, im Westen Ostheim und Gremberghoven, im Süden Eil.
Die Wohngebiete sind deutlich weniger dicht bebaut als die Innenstadt, viele Straßen sind von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägt. Zwei Schlösser, im Süden Röttgen und im Norden Haus Rath, rahmen den Ort mit weiten Wiesen und Wäldern ein.
Lebensader ist die Rösrather Straße. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts ausgebaut und entwickelte sich zum Zentrum für Handel, Handwerk und Gastronomie. Parallel dazu verbindet seit 1904 die Bahn den Ort mit der Stadt, heute als Stadtbahnlinie 9.
- Stadtbezirk
- Kalk (8)
- Einwohner
- 11.793 (31.12.2024)
- Fläche
- ca. 12,9 km²
- Postleitzahl
- 51107
- Stadtbahn
- Linie 9, seit 1904
- Teil von Köln
- Rath 1914, Heumar 1975
- Quellen: Stadt Köln, Statistik der Stadt Köln (via citypopulation.de)
Rodung und Sumpfland
Der Name Rath geht vermutlich auf eine Rodung im Königsforst zurück. Heumar wird von lateinisch humilis (niedrig) und mar (Sumpf) abgeleitet. Seit dem Mittelalter gehörten beide Orte zum Amt Porz im Herzogtum Berg, ab 1815 zu Preußen.
Bis ins 20. Jahrhundert war die Gegend landwirtschaftlich geprägt. Rath kam 1914 zu Köln, Heumar erst 1975 mit der Eingemeindung von Porz. Seitdem bilden beide den Stadtteil Rath/Heumar. In den 1920er-Jahren entstand mit der Göttersiedlung ein durchgrünter Wohnvorort, nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen die Dörfer zusammen.
Was man gesehen haben sollte
Schloss & Gestüt Röttgen
Das Schloss wurde 1866 im romantischen Stil neu errichtet. 1909 kaufte es der Kölnisch-Wasser-Fabrikant Peter Mülhens, der hier 1924 ein Vollblutgestüt gründete. Von 1945 bis 1953 saß im Schloss die britische Militärregierung.
Mehr erfahrenHaus Rath
Das zweite Schloss des Stadtteils rahmt mit Wiesen und Wald den Norden. Sehenswert ist die barocke Kapelle des Hauses.
Der „Alte Turm“
Der romanische Turm stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist der letzte Rest einer abgerissenen Kirche.
St. Cornelius
Die neuromanische Pfarrkirche an der Eiler Straße entstand 1834/35, ihr Turm 1886.
Mehr erfahrenHügelgräber
Grabhügelfelder bei Heumar und Rath am Mauspfad belegen, dass die Gegend schon lange vor den Dörfern besiedelt war.
Monte Troodelöh
Mit rund 118 Metern der höchste Punkt Kölns, mitten im Königsforst, mit Gipfelbuch.
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